Fachtagung
"Kinder sind mehr wert"


19.01.09 - Gifhorn - Fachforum des DRK Kreisverband

Zum ersten Fachforum im Rahmen der Kampagne "Kinder sind mehr wert" zum Thema "Chancengerechtes und gesundes Aufwachsen von Kindern - sind wir ausreichend dafür gerüstet?" hatte die Abteilung Kinder, Jugend und Familie des Kreisverbandes Gifhorn eingeladen. Es kamen über einhundert Teilnehmer aus Kindertagesstätten, Fachschulen, Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Elternvertretungen.

Ziel der Veranstaltung war, die Vision eines gemeinsamen Weges im Landkreis Gifhorn zu ebenen, um mehr Chancengerechtigkeit für Kinder herzustellen und dabei die vorhandenen und noch zu erschließenden Ressourcen in den Blick zu nehmen.

Nach der Eröffnung durch den Kreisgeschäftsführer Herrn Michel begrüßte die Abteilungsleiterin Karin Single die Teilnehmerinnen und eröffnete damit gleichzeitig die Konzeptionsausstellung der Kindertagesstätten.

Andreas Bergmann, Fachbereichsleiter des DRK Landesverbandes Niedersachsen referierte als erster Redner zur Kampagne "Kinder sind mehr Wert". Im nachhinein zeigte sich, dass seine klaren Worte Anlass zu vielen weiterführenden Gesprächen waren.

Ulrike Meyer-Timpe, Wirtschaftsjournalistin der ZEIT und Buchautorin "Unsere armen Kinder. Wie Deutschland seine Zukunft verspielt" stellte dem versammelten Publikum dann den Zusammenhang zwischen dem Wohlergehen und den Bildungschancen unserer Kinder und unserer zukünftigen gesamtwirtschaftlichen Lage dar. Sie sagt sehr eindeutig, dass wir es uns nicht leisten können, in die jetzt jüngste Generation nicht zu investieren. Wir müssen für die Jüngsten so sorgen, dass sie gut ausgebildet den Wirtschafts- und Wissensstandort Deutschland weiter entwickeln können. Die Vision, viele Rentner zu versorgen und gleichzeitig schlecht oder gar nicht ausgebildete Menschen in unserem Land versorgen und unterstützen zu müssen, bringt unser aller Wohlstand in Gefahr. Damit ist klar: es ist kein "Gutmenschentum", wenn wir jetzt gut für unsere Kinder sorgen, sondern gesamtwirtschaftliche Notwendigkeit. Sie belegt dies an Langzeitstudien aus den USA.

Kinderarmut ist zu teuer, als dass wir sie uns leisten können. Wer an Kindern spart, muss eines Tages dafür bezahlen. Jeder Euro, der jetzt in die jüngere Generation investiert wird, wird sich um ein Vielfaches auszahlen. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis liegt bei 1:17.

Heinrich Wrede, Samtgemeindebürgermeister aus Meinersen, macht anschließend praxisnah deutlich, dass diese Verantwortung wahrlich nicht nur auf den Schultern der Kommunen liegen kann: "Frühkindliche Förderung - ohne Moos nichts los!? Der Schlüssel zum Erfolg führt auch über Geld und Bilanzen".

Nach einer Zusammenfassung und dem Ausblick, die Kräfte zukunftssichernd zu bündeln, gab es in der Pause die Gelegenheit zum Kennenlernen der Teilnehmer. Es fand ein anregender Austausch statt.


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