Fachforum
"Kinder sind mehr wert"


23.03.09 - Gifhorn - 2. Fachforum des DRK Kreisverband

Zum zweiten Fachforum im Rahmen der Kampagne "Kinder sind mehr wert" zum Thema "Das Beste für die Kleinsten - zur Situation der Betreuung von Kindern unter Drei" hatte die Abteilung Kinder, Jugend und Familie des Kreisverbandes Gifhorn eingeladen. Es kamen gut einhundert Teilnehmer aus Kindertagesstätten, Fachschulen, Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Elternvertretungen.

Frau Dr. Ilse Wehrmann, Sachverständige für Frühpädagogik, machte in einem prägnanten Vortrag zuerst die als dramatisch zu bezeichnende Ausgangslage anhand von aktuellen Betreuungsquoten deutlich. Der Betreuungsbedarf für Kinder unter drei Jahren steigt und ab dem 1. August 2013 gibt es einen Rechtsanspruch für jedes Kind ab Vollendung des 1. Lebensjahres auf einen Tagesbetreuungsplatz.
Sie erläuterte die Basis der aktuellen Kinderbetreuung:

Das Erzieherin: Kind Verhältnis liegt bei uns zur Zeit bei 1:6/7,5 für die Altersgruppe bis 36 Monaten.

Frau Dr. Wehrmann überzeugt die Zuhörer mit ihrer Vision von professioneller Krippenpädagogik und ihrem Bildungskonzept für unter Dreijährige.

Sie schließt sich den Worten von Nelson Mandela an

"Eine Gesellschaft offenbart sich nirgendwo deutlicher als in der Art und Weise, wie sie mit ihren Kindern umgeht. Unser Erfolg muss am Glück und Wohlergehen unserer Kinder gemessen werden, die in einer jeden Gesellschaft zugleich die wunderbarsten Bürger und deren größter Reichtum sind."

Und steht dem Publikum für Fragen zur Verfügung.

Als zweiter Referent wurde Herr Metzlaff, Samtgemeindebürgermeister aus Isenbüttel, mit einem fundierten Vortrag zum Thema "Familienfreundliche Kommune ?!" zu Entwicklung und Stand in seiner Gemeinde angehört. Er betont, dass Erziehung nicht nur, aber immer noch Pflicht der Eltern ist. Die Verbesserung der Zukunftschancen unserer Kinder ist aber auch eine Aufgabe der Gemeinschaft, also des Staates. Diese öffentliche Verantwortung tragen viele: der Bund, das Land, der Landkreis (Jugendamt, Jugendpflege), die Samt-/Gemeinden, aber auch freie Träger wie DRK, Kirche, AWO und viele mehr. Die gesellschaftlichen Veränderungen bringen finanzielle Notwendigkeiten und Möglichkeiten mit, die gemeinsam geschultert werden müssen. Er betont: Für eine erfolgreiche Familienpolitik müssen alle an einem Strang ziehen. Mit Fakten und Zahlen belegt Herr Metzlaff, wie schnell die Entwicklung seiner Samtgemeinde im Bereich Krippenausbau und Kinder- und Familienfreundlichkeit vorangeschritten ist. Er benennt auch die Erstbesuche bei jungen Eltern und die Familienhebammen als Beispiele.

Als Drittes spricht Frau Helene Rausch, Gleichstellungsbeauftragte aus Wittingen. Sie stellt aus fachlicher aber auch aus persönlicher Sicht die Notwendigkeit von guter Kinderbetreuung gerade für unter Dreijährige da. Eltern der Gegenwart können es sich nicht leisten, auf eine Berufstätigkeit zu verzichten. Die Berufstätigkeit beider Eltern sichert die Zukunft der gesamten Familie.

Die Veranstaltung wurde auch für einen regen Austausch der Teilnehmer genutzt und vielen blieben die Worte von Frau Dr. Wehrmann im Ohr: "In Deutschland gibt es keinen Konsens für gute Bildungs- und Familienpolitik. Ohne ein Umdenken schaffen wir es nicht."


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